Krise – welche Krise?

Hallo, wie geht es Ihnen? Schön, dass wir wieder mal miteinander telefonieren, Herr Staatssekretär!

Neulich habe ich mit einer alten Freundin von mir telefoniert. Sie arbeitet als Beamtin im Ministerium der Finanzen. Naja, wir duzen uns nicht wirklich. Sie wollte mich nur an meine Steuererklärung erinnern. Schließlich bräuchte der Herr Schäuble alles Geld, dass er kriegen könnte. Da hab ich gefragt, ob jetzt meine Steuer direkt auf das Konto von Herrn Schäuble überwiesen werden soll. Hm, hat sie geantwortet, ich werde das bei der nächsten Geberkonferenz nächste Woche in Berlin vorschlagen. Dann legte sie den Hörer auf.

Alles redet von der “Finanzkrise”. Hoppla. Hab ich da was verpasst, Herr Staatssekretär? Nein? Da bin ich jetzt aber beruhigt!
Wer braucht schon Aktien? Ich investiere mein (nicht vorhandenes) Geld lieber direkt. Bei mir selbst. Oder zumindest bei mir nahestehenden Personen.
Wussten Sie eigentlich, dass Frauen teuer sind? Haben Sie schon in weibliche Wesen investiert? Kleider, Schmuck, Schuhe? Shopping? Oder sind Sie eine Frau? Dann wissen Sie ja vielleicht, wovon ich rede!

Manchmal investiere ich auch bei meinem mir persönlich bekannten Griechen. Da weiß ich wenigstens – im Gegensatz zu meinen Steuergeldern – wohin mein Geld fließt. Ja. Genau. Fakelaki für seine Schwarzgeldkasse, mit der er seine armen Eltern in Griechenland unterstützt, die als Tote ja jetzt keine Rente mehr kriegen dürfen. Gemein sowas. Das erinnert mich daran, dass ich unbedingt der Finanzkasse schreiben muss, damit die den armen Kerl ein wenig aus ihrer Kaffeekasse unterstützen. Wenn das jeder von Ihnen macht, meine Damen und Herren, dann könnten wir den totalen Zusammenbruch Griechenlands vermeiden!

Wir investieren lieber selbst in unseren ganz persönlichen Griechen. Der braucht dann nicht die EU zu bescheißen, weil wir ihm die Kohle ja schon freiwillig zahlen. Alles direkt. Ohne Mehrwertsteuer. Vielleicht sollten wir einfach das griechische System übernehmen? Schließlich steht die Wiege der Demokratie ja in Griechenland. Ach, Sie meinen, das habe sich ja dann scheinbar alles nicht bewährt. Na, gut, aber wir machen es sicher viel besser als die Griechen!

Die sollen erst mal ihr Fakelaki an unsere Abgeordneten zahlen, damit die für die Finanzhilfe abstimmen? Auch keine schlechte Idee! Machen Sie doch diesen Vorschlag mal allen Abgeordneten, die trotz Diätenerhöhung immer noch zu wenig Geld auf ihrem persönlichen Konto haben! Fakelaki für alle! Klasse! Aber nicht vergessen: Wir müssen damit beim Staatsoberhaupt anfangen, sonst ist El Presidente beleidigt! Minister und Staatssekretäre sind dann als nächstes an der Reihe!
Da bleibt mir wohl nur übrig, meinen gerechten Anteil von Ihnen einzufordern, lieber Freund! Erpressung? Ach, welch böses Wort!

Was? Nicht für alle? Sie wollen nicht teilen? Nun gut dann müssen wir wohl auf Vorschlag Eins zurückgreifen: Jeder zahlt seinem persönlichen Griechen lebenslang mindestens ein Viertel seines Gehaltes vor Steuer – das Finanzamt braucht noch Geld für seine Kaffeekasse – und somit wird jegliche Finanzhilfe überflüssig. Leider dürfen alle, die sich so einen Griechen gekauft haben, diesen nicht von der Steuer absetzen. Und Sklavenhaltung ist außerdem auch verboten.

Wussten Sie übrigens, dass sehr viele Griechen Beamten in der EU-Verwaltung sind? Nein? Raten Sie mal, was die momentan dort machen? Richtig! Sie geben Geld aus, das sie nicht haben!

Was? Sie wissen nicht, warum die mit dem Betrug nicht endlich aufhören? Na, das ist doch einfach! Die machen das schon seit mindestens so vielen Jahren, wie sie der EU beigetreten sind. Und ein Kind, dass sich angewöhnt hat mit den Zwanzigern aus Mamas Geldbeutel einkaufen zu gehen, das wird das Mausen nicht lassen, nur weil Mama es einmal dabei erwischt hat. Schließlich liebt Mama Angela alle aus der großen EU-Familie. So sehr, dass ein bisschen Bescheißen nicht schlimm ist. Schließlich können ja die Lehrer einer berufstätigen Mutter ihr Kind nicht so gut erziehen, wie eine, die ständig zuhause ist, weil ihr Mann sich das von seinen erhaltenen Fakelaki leisten kann.

Das ist Fakt. Schauen Sie doch mal bei uns in der Schule vorbei. Beobachten Sie! Viele kleine Griechen. Griechen? Die sind doch Deutsche! Alle. Egal, ob Türke, Grieche, Russe oder Afrikaner! Egal, ob Ossi oder Wessi!
Die lieben Kleinen wissen es noch nicht, aber eines Tages sind sie auch Griechen. Schließlich werden sie dann bezahlt. Fürs Nichtstun.

Aufgelegt. Er meint ich sei kein Europäer. Ich müsse die Griechen verstehen! Er würde seinem Lieblings-Griechen gleich einen großen Scheck zukommen lassen! Uh, verdammt!

Fakelaki – ob das ein Wort ist, das ein gewisser Herr Wulff kennt? Nein? Dann ganz sicher seine Frau. Oder sein ehemals bester Freund – wie hieß er doch gleich? Nicht mehr wichtig? Stimmt, der Mohr hat seine Schuldigkeit getan.

Macht ja auch weiter nix. Merkozy wirds schon richten! Auf in unser schönes neues Europa!
Mögen die Fakelaki mit Euch sein, meine Freunde! Und möget Ihr so lange etwas davon abbekommen, bis Ihr
Euch einen Anrufbeantworter leisten könnt. So wie ich!

Gott zum Gruß!

This entry was posted in Allgemein, Humor, Leben, Welt and tagged , . Bookmark the permalink.

One Response to Krise – welche Krise?

  1. Örwin Bälzich says:

    Dunnerwetzich!
    Do hot ahner main Dext geglaud!
    ;)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>